Inhalte

Voraussetzungen für das CECRA-Zertifikat

Für das Zertifikat werden die Teilnahme an angebotenen Modulen (Modulbestätigung) sowie die Erfüllung begleitender Voraussetzungen gefordert. Alternativ zum Modulbesuch können bis zum 31.12.2013 besuchte Veranstaltungen, die den IALB-Standards entsprechen, über eine Gleichwertigkeitsbestätigung angerechnet werden. Hierfür gibt es spezielle Formulare, die den Antragstellerinnen und Antragsteller bei Bedarf von der regionalen Anerkennungsstelle zur Verfügung gestellt werden.

Neben dem begleitenden Selbststudium während der Beratungstätigkeit geht es auch um die Reflexionsfähigkeit der Kandidatinnen und Kandidaten, die besonders in der Abschlussarbeit nachgewiesen werden muss. Alle Einzelleistungen für das Zertifikat haben generell eine Gültigkeitsdauer von 5 Jahren.

Modulübersicht
Modulübersicht

Modulübersicht

Zwei der insgesamt 15 Module sind von ihrer Bedeutung für den Beratungsprozess unerlässlich und deshalb als Pflichtmodule zu besuchen. Im Weiteren sind drei Wahlpflichtmodule aus dem Gesamtangebot auszuwählen und zu absolvieren.

Die Module setzen sich zusammen aus jeweils mindestens 12 Stunden Präsenzzeit (ca. 2 Tage) sowie einem zusätzlichen Selbststudium (Literaturstudium, eigene Vertiefungsarbeiten) und der Anwendung der entsprechenden Thematik im Beratungsalltag mit einem Zeitaufwand von mindestens 18 Stunden.

Begleitende Voraussetzungen

Voraussetzungen CECRAZum Erwerb des CECRA-Zertifikates müssen folgende begleitende Voraussetzungen erfüllt sein und nachgewiesen werden:

  • Vorbildung: abgeschlossenes Studium oder abgeschlossene Berufsausbildung
  • mindestens zwei Jahre einschlägige Berufserfahrung in der Beratung innerhalb der letzten fünf Jahre bis zur Beantragung des CECRA-Zertifikates
  • Vorlegen der erforderlichen Modulbestätigungen (zwei Pflicht- und mindestens drei Wahlpflichtmodule) bzw. Nachweis von Gleichwertigkeitsbestätigungen (Veranstaltungen bis 31.12.2013)
  • Besuch einer mind. eintägigen Veranstaltung in einem anderen Staat bzw. einem anderen deutschen Bundesland, die der beruflichen Weiterbildung dient (angerechnet werden u.a. Modulbesuche, Veranstaltungen außerhalb der Module wie Beratertagungen, Fachexkursionen, IALB-Arbeitstagungen)
  • Beratungsstellenerkundung (mindestens 2,5 Tage exkl. An- und Abfahrt in einem anderen Staat bzw. einem anderen Bundesland) (z.B. IALB-Netzwerkwoche) (s. 6.2.1)
  • Vorlegen der Abschlussarbeit (Dokumentation und Selbstreflexion anhand eines Praxisbeispiels) (s. 6.2.2)

Beratungsstellenerkundung

Vor dem geplanten Erkunden einer fremden Beratungsorganisation ist mit der regionalen Anerkennungsstelle Kontakt aufzunehmen und sowohl die zu besuchende Beratungsstelle als auch der Ablauf abzustimmen.
Geeignete Beratungsstellen sind insbesondere Einrichtungen, bei deren Besuch die CECRA-Anwärterin/der CECRA-Anwärter in Kontakt mit Beratungskundinnen und -kunden kommt.
Zur Vorbereitung steht ein Leitfaden für die besuchte Beratungsorganisation (Anhang 4) sowie ein Leitfaden für die Beratungsstellenerkundung für die CECRA-Anwärterin/den CECRA-Anwärter (Anhang 3) zur Verfügung.
Zum Nachweis über die Beratungsstellenerkundung bei der Einreichung des Zertifikatsantrags kann der Vordruck für die Bestätigung der Beratungsstellenerkundung (Anhang 5) verwendet werden.

Abschlussarbeit

In der Abschlussarbeit zum CECRA-Zertifikat wird eine Dokumentation über eine durchgeführte Beratung mit einer Einzelperson, einer Familie oder einer Betriebskooperation verlangt.
Bewertet werden u.a. die Begründung zur Wahl des Praxisbeispiels, der Ablauf des Beratungsprozesses, Interventionen und ihre Wirkung, die Schlussfolgerungen für die eigene Weiterentwicklung als Beratungsperson, dazu die Reflexion der eigenen Rolle und der Beziehung zum Kunden / zur Kundin (siehe Anhang 6).